Ökologie in der Schöpfe im Seminarhaus Schoepfe

 
  Lage und natürliche Voraussetzungen
       
  Das Seminarhaus Schöpfe liegt auf einem Plateau auf ca. 660 M.ü.M., dem letzten Ausläufer des Jura, in einem Dorf mit ländlicher Struktur. Das ehemals landwirtschaftlich genutzte Schöpfe Areal grenzt im Süden an einen Obstgarten; im Osten und Süden bildet es den Dorfrand von Büttenhardt, der höchstgelegenen Gemeinde des Kantons Schaffhausen.
Für die Gestaltung der Umgebung haben die bekannten Naturgartenplaner «Winkler & Richard» diese natürlichen Voraussetzungen konsequent respektiert, sorgsam integriert oder punktuell erweitert.

Partnerschaften und Labels
 
  Garten und Natur im «Naturpark Schöpfe»
       
Überlegungen zur Umgebungsgestaltung
Markante Landschaftselemente wie der alte Obstgarten und der grosse Nussbaum sind in ihrer natürlichen Schönheit erhalten geblieben.
Neugestaltungen im Naturparkareal Schöpfe, vor allem der Innenhof «Blauer Hof» zwischen den Gebäuden «Schöpfe» und «Bütte», bringen neue Aspekte in die Gesamtanlage ein. Die Schafweide des Obstgartens verwandelt sich in eine vielfältige Blumenwiese und nicht geplantes «Unkraut» darf hier auch mal stehen bleiben.
       
Neue Gestaltungselemente fügen sich nahtlos in die Landschaft und das Dorfbild ein. Wo immer möglich wurden natürliche Materialien aus der Region verwendet. Alle Oberflächen, auch Pflästerungen, sind mit durchlässigen Materialien belegt worden. So sickert Oberflächenwasser direkt dem Grundwasser zu und muss nicht durch die Kanalisation abgeleitet werden.
Heimische Pflanzen schaffen Lebensräume für eine Vielfalt von Vögeln, Insekten, Schmetterlingen und Kleintieren. Eine weitere Voraussetzung für ein mildes und angenehmes Mikroklima, das Pflanzen und Tieren behagt und ihnen Unterschlupf bietet, sind geschichtete Natursteine und Kies.
 
  Die «Sieben Schöpfe Gärten»
       
  Erkunden Sie die nahe Umgebung der Schöpfe, überzeugen Sie sich selbst von der Vielfalt an Pflanzen und Tieren des Naturparkareals und von der Qualität jeder der sieben Gärten. Lassen Sie sich inspirieren und zu Aktivitäten anregen, besuchen und nutzen Sie unsere Gärten!
Wir bitten: bewegen Sie sich mit Sorgfalt und Respekt für die unzähligen «natürlichen Bewohner» in den Gärten. Schauen Sie hin: all die kleinen und grossen, bekannten und neu zu entdeckenden Blumen, Kletterpflanzen, Bäume, Hecken, Kräuter, Früchte, Gemüse oder all die farbigen und auch unansehnlichen, langsamen und schnellen, winzigen und grösseren, summenden, surrenden, trällernden Vögel, Schmetterlinge, Falter, Bienen, Fliegen, Raupen, Schnecken etc. , die zu entdecken sind!
       
  Der Blaue Hof
Der Innenhof und die Aussentreppen wurden mit Sandstein und graublauem Kies ausgestaltet. Die Naturstein-Pflästerungen ergeben zusammen mit den Kübelpflanzen eine Atmosphäre, die an einen Innenhof in der Altstadt von Sevilla oder Cordoba erinnern mag.
Der «Blaue Hof» ist Treffpunkt: eine Sitztreppe lädt zum Verweilen ein. Hier bietet sich Raum für Spiele, Training oder Gruppenübungen; die Treppe kann zum Sitzen, der Hof als Bühne dienen.
Vor dem Foyer der Réception tischen wir bereits im Frühsommer im Freien auf, dort geniessen unsere Gäste köstliche Mahlzeiten, Apéros oder entspannende Znüni- und Zvieri- Pausen
       
Der Duftgarten
Auf der Ostseite entstand ein kleiner Duftschaugarten und unter dem grossen Nussbaum, sowie entlang der Hecke wachsen wohlriechende Minzen- und Melissenarten. Es blühen duftende Gewürzsträucher und Kletterpflanzen, die sich an den Bäumen und den Balkonen empor winden. Im Frühjahr erfüllt der anmutende Duft der Dichternarzissenwiese diese Gartennische.
       
Die Lindenlaube
Wunderbar kühl und schattig ist die Oase beim Sodbrunnen mit den hellblauen Gartenbänken. Sie ist eine Freiluftlaube, ein Rückzugsort und Entspannungsraum für den Ausgleich zu konzentrierter Arbeit.
       
Der Obstgarten
Der bestehende Obsthain mit alten Hochstammbäumen - in seiner ursprünglichen Form praktisch unverändert - wird sorgsam gepflegt und ist durch eine Reihe Jungbäume ergänzt worden.
Auf den gemähten Rasenpfaden wandeln Sie im Slalom unter den Obstbäumen und erleben die farbenfrohe Blumenwiese aus nächster Nähe.
       
Die Saunawiese
Die von dichtem Strauchwerk geschützte Wiese vor dem Saunabalkon des Hauses «Bütte» bietet die Möglichkeit in natürlicher Umgebung frische Ozonluft zu tanken. Hier finden Sie Schutz vor Einblick, vor starker Sonneneinstrahlung oder vor dem Wind.
       
Der Senkgarten
Eine halbrunde, stille und wohlige Nische in der abgelegenen Nordwestecke - für Meditation, ein ruhiges Gespräch oder ganz einfach, um sich Weitsicht und herrlichen Ausblick zu gönnen. Die von der Sonne aufgewärmte Sandsteinmauer vermittelt ein Gefühl von Schutz und Geborgenheit und verbreitet Ruhe und Gelassenheit.
Der Senkgarten eignet sich auch für kreative Freilicht- Seminararbeit in der Gruppe.
       
Der Nutzgarten
Im Nutzgarten wird Gemüse biologisch gezogen. Es wachsen prachtvolle Beeren, die, voll ausgereift, in der Schöpfe-Küche Verwendung finden.
Hier schliessen sich überdies Kreisläufe: Grünabfälle werden kompostiert und als wertvoller Humus in die Kulturen ausgebracht.
Eine Vielfalt an farbigen Blumen, die wir als Dekoration im Haus gebrauchen, blüht hier.
Im Nutzgarten wachsen auch gefährdete und alte Gemüse- und Blumensorten von «Pro Specie Rara».
 
  Pro Specie Rara (PSR)
       
  Pro Specie Rara ist eine schweizerische Stiftung, die sich der Erhaltung des genetischen und kulturgeschichtlichen Erbes von Tieren und Pflanzen widmet. Sie setzt sich für die Bewahrung der Arten- und Sortenvielfalt bei Nutztieren und Pflanzen ein.
Das Seminarhaus «Schöpfe» unterstützt Bemühungen zur Erhaltung der Biodiversität und setzt PSR – Saatgut ein. Die alten und wertvollen Sorten werden von uns erhalten, genutzt und auch gepflegt.
Seltene Gemüse-, Frucht- und Beerensorten versprechen aussergewöhnlichen Geschmack. Darin liegt für uns und unsere Gäste der besondere Reiz für den Anbau im eigenen Nutzgarten - und natürlich für die Verwertung in der Schöpfe-Küche. Augen und Gaumen können Neues entdecken, Genuss ist garantiert – dafür